Wie treffe ich die richtige Entscheidung

photo-1447619297994-b829cc1ab44aDas kennt sicher Jeder

Wir stehen vor einer wichtigen Entscheidung, und wissen einfach nicht, in welche Richtung es gehen soll. Dabei spielen so viele Dinge eine Rolle, dass uns das meist völlig überfordert. Im Grunde ist es egal, ob wir diese Entscheidungsfrage selber erzeugt haben, oder jemand oder etwas eine Entscheidung verlangt. Die Gedanken werden auf jeden Fall erstmal verrückt spielen.

„Ist es wirklich das Richtige? Habe ich eine Sicherheit, dass es wirklich funktioniert? Kann ich alle Eventualitäten erfassen, und alle Zweifel aus dem Weg räumen? Habe ich wirklich an alles gedacht? Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe? Was, wenn mein Umfeld nicht einverstanden ist?“

Wie treffe ich die richtigen Entscheidungen?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es wichtig ist, erst einmal Ruhe zu bewahren. Das Rad ist auch nicht in 1 Minute erfunden worden. Also tief durchatmen, Augen schließen und sich selbst erstmal beruhigen. Mein Lieblingswort ist in diesem Fall „lösungsorientiert“ handeln. Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen. Stell dir die Frage: „Wie kann ich am Besten eine Entscheidung treffen“, statt „ich kann keine Entscheidung treffen“.

Entscheidungsfindungen

Es gibt verschiedene Methoden, wie du es dir selbst ermöglichst, eine für dich passende Entscheidung zu finden. Ich betone das so genau, weil ich es für absolut wichtig halte, dass du die Entscheidung für DICH triffst, nicht für andere.

Ich möchte dir gerne 2 Methoden vorstellen, die sehr unterschiedlich sind. Ich arbeite gerne mit beiden, da die Menschen einfach sehr unterschiedlich sind, und nicht jeder kann mit der einen oder anderen gut umgehen.

Methode 1

Der klassische Pro und Contra Vergleich. Such dir einen Platz, an dem du dich wohlfühlst. Nimm dir dein Lieblingsgetränk mit. Dann nimmst du dir ein Blatt Papier und schreibst oben als Überschrift die jeweilige Entscheidung. Dann teilst du das Blatt in zwei Hälften. Auf die eine Seite schreibst du Pro (oder Für), und auf die andere Seite Contra (oder Wider).

Nun bearbeitest du ganz in Ruhe jede einzelne Entscheidung, die im Raum steht. Schau in Ruhe, was für und was gegen die Entscheidung spricht. Es wäre gut, wenn du dir später noch eine Person dazu nimmst, die vielleicht noch ein paar Ergänzungen anspricht. Wir sind ja gerne betriebsblind, daher ist es von Vorteil eine zweite, aber nicht unbedingt beteiligte Person zu Hilfe zu nehmen. Es sollte nicht unbedingt der Partner sein, der evtl. seine eigenen Interessen und Ängste mit einbringt. Wenn du fertig bist, schaust du dir einfach alle Pro und Contras an, und kannst so eine gute (aber eher rationale) Entscheidung treffen.

Methode 2

Die sogenannte Ankerarbeit. Diese Methode liebe ich sehr, weil sie nicht auf einer rationalen Ebene arbeitet, sondern auf der gefühlten, unterbewussten Ebene. So arbeite ich selbst sehr gerne, da mir mein Ego hier keinen Streich spielen kann.

Nimm dir ein paar leere Blätter, bitte keine, die schon mal beschriften wurden. Sie sollten absolut leer sein. Nun schreibst du auf jedes einzelne Blatt eine entsprechende Entscheidung. Bitte nicht in der Verneinung sondern die Entscheidung A, oder B. Wenn z.B. ein Umzug im Raum steht: NICHT: „Ich ziehe nicht nach München“, SONDERN: „ich wohne in Hamburg“, „ich wohne in München“, okay? Das kannst du mit allem so machen. Mit verschiedenen Arbeitgebern, mit dem Standort deiner Praxis, deines Ladens, mit einer Geschäftsidee, usw.

Wir bleiben jetzt mal bei dem Umzug.

Du nimmst dir nun die Blätter, mit den jeweiligen Möglichkeiten und legst sie vor dich auf den Boden. Auf einen Platz, der dir unüberlegt in den Sinn kommt. Einfach hinlegen und nicht darüber nachdenken. Unter deine Füße lege bitte ein weißes Blatt Papier, damit du später weißt, wo du gestanden hast. Du stehst nun auf dem Blatt Papier und vor dir liegen die einzelnen Möglichkeiten, die du für dich siehst. Atme ein zwei Mal tief ein und aus, und stell dich dann auf eine beliebige Möglichkeit (in dem Fall das Blatt Papier auf dem steht „ich wohne in Hamburg“). Stell dich drauf und lass dich ein. Schließ die Augen und fühle in deinen Körper. Was spürst du? Wie ist das Gefühl, dort zu stehen? Was kommt dir in den Sinn? Ist es hell? Schwer? Dunkel? Leicht? Schwankst du, oder stehst du fest? Sind deine Schultern schwer? Lächelst du? Wie fühlt es sich an dort zu stehen, mit der Entscheidung „ich wohne in Hamburg“? Wenn du soweit bist, verlässt du den Platz (das Blatt) und gehst wieder zurück an deinen ursprünglichen Platz (auf das weiße Blatt Papier). Atme wieder ein zwei mal tief ein und aus, und dann kannst du auf das nächste Blatt, mit einer weiteren Entscheidungsmöglichkeit gehen. Das machst du dann mit jedem einzelnen Blatt, was du vor dich auf den Boden gelegt hast.

Diese Methode kann dich auf einer sehr tiefen Ebene unterstützen, als nur auf der sachlichen und rationalen. Wenn du Entscheidungen triffst, die aus einer Erfahrung heraus entstanden sind, wurden diese nicht im Unterbewusstsein getroffen, sondern ausschließlich auf der rationalen Ego-Ebene. Unser Ego ist sehr intelligent, aber denkt eben in (alten) Mustern und Schubladen.

Die Frage ist, wie kann ich mich weiter ent-wickeln, wenn ich in meinen alten Mustern bleibe und in Schubladen denke?

In diesem Sinne wünsche ich dir Entscheidungen, die dich in deinem Herzen und in deiner Tiefe berühren.

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